Doom auf einer X9S-Kamera mit 2 MB RAM

Ein Entwickler erschloss die kaum dokumentierte X9S-Kamera und brachte Doom darauf zum Laufen. Dafür standen 891 KB freier Speicher sowie rund 1,4 MB zusätzlich zusammengetragener Speicherplatz zur Verfügung.

Doom auf einer X9S-Kamera mit 2 MB RAM

Das Wichtigste

  • Der Autor gewann Zugang zum Flash-Speicher über einen Dump und EXIF-Fotos.
  • Er erstellte ein SDK, einen Emulator und einen Compiler für den HX3302B-Chip.
  • Doom lief mit etwa 30 Bildern pro Sekunde sowie Ton, Musik und Speicherständen.

Einordnung

Das Projekt zeigt, wie sich eine undokumentierte eingebettete Plattform durch Reverse Engineering erschließen lässt. Für Entwicklerinnen und Entwickler ist es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Speicher, Tooling und Hardware ohne Herstellerunterlagen untersucht und nutzbar gemacht werden können.

Was das für Sie heisst

Direkt anwendbar

Der Ansatz zeigt Entwicklerinnen und Entwicklern, wie sich undokumentierte Embedded-Systeme mithilfe von Speicheranalysen, eigenen Tools und Emulation erschließen lassen.

Wer davon profitiert: Entwicklerinnen und Entwickler, die Reverse-Engineering-Methoden für eingebettete Geräte oder schwer dokumentierte Legacy-Hardware anwenden.

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