n8n vs. Zapier vs. Make: Der 3-Wege-Vergleich mit DSGVO- und Self-Hosting-Fokus
Ein ehrlicher, faktenbasierter Vergleich der drei großen Automatisierungs-Tools – mit besonderem Blick auf Datenschutz (DSGVO), Datenhoheit und Self-Hosting. Alle Preis- und Feature-Angaben wurden gegen die offiziellen Anbieterseiten geprüft.
Meine Perspektive: Ich nutze n8n selbst
Kurz vorweg, damit Sie diesen Vergleich richtig einordnen: Ich setze n8n produktiv selbst ein – unter anderem als MCP-Server-Setup in meiner eigenen Infrastruktur. Diese Erfahrung fließt hier ein. Trotzdem bekommt jedes Tool seine faire Bewertung: Zapier und Make sind für viele Anwendungsfälle die bessere Wahl, und ich sage im Zweifel offen, wann Self-Hosting nicht lohnt.
Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | n8n | Zapier | Make |
|---|---|---|---|
| Hosting-Modell | Cloud + Self-Hosting (Community Edition) | Nur SaaS (US-Anbieter) | Nur SaaS (EU-Anbieter, Prag) |
| Self-Hosting | ✔ Ja (Community Edition) | ✘ Nein | ✘ Nein |
| Lizenz | Fair-Code (Sustainable Use License), Quelloffen | Proprietär, geschlossen | Proprietär, geschlossen |
| DSGVO / Datenhoheit | Volle Datenhoheit bei Self-Hosting; Cloud in der EU wählbar | Auftragsverarbeitung (AVV) verfügbar; Datenverarbeitung primär in den USA | EU-Unternehmen; EU-Datenhaltung möglich; AVV verfügbar |
| Einstiegspreis | Community Edition kostenlos (self-hosted) · Cloud Starter 20 €/Monat bei jährlicher Abrechnung (2.500 Ausführungen) bzw. 24 €/Monat monatlich | Free 0 $ (100 Tasks/Monat) · Professional ab 19,99 $/Monat (750 Tasks) | Free 0 € (1.000 Operationen/Monat) · Core-Tarif operationsbasiert |
Stand: geprüft gegen n8n.io/pricing, zapier.com/pricing und make.com/en/pricing. Preise variieren je nach Abrechnungszyklus (monatlich/jährlich) und Region.
DSGVO & Self-Hosting: Worauf es wirklich ankommt
n8n – volle Datenhoheit möglich
Der entscheidende Unterschied: n8n lässt sich als Community Edition komplett selbst hosten. Alle Daten – auch personenbezogene – bleiben auf der eigenen Infrastruktur. Für DSGVO-kritische Automatisierungen (Kundendaten, Bewerbungen, Gesundheitsdaten) ist das der sauberste Weg: keine Drittland-Übermittlung, kein AVV-Risiko, keine Transferfolgenabschätzung. Wer keinen eigenen Server betreiben will, kann die n8n-Cloud in einer EU-Region nutzen.
Make – EU-Anbieter mit EU-Datenhaltung
Make (Sitz in Prag) ist als europäisches Unternehmen ein pragmatischer Kompromiss: SaaS-Bequemlichkeit bei EU-Datenhaltung und verfügbarem AVV. Für viele KMU reicht das aus, ohne selbst Betrieb übernehmen zu müssen.
Zapier – US-SaaS, sorgfältig prüfen
Zapier ist ein US-Anbieter; die Datenverarbeitung findet primär in den USA statt. Ein AVV ist verfügbar, für streng regulierte Daten braucht es aber eine ehrliche Bewertung des Drittlandtransfers. Für unkritische Daten und maximale App-Abdeckung bleibt Zapier trotzdem stark.
Meine ehrliche Empfehlung
- Datenhoheit & Kontrolle wichtig, DevOps vorhanden? → n8n self-hosted.
- EU-SaaS ohne eigenen Betrieb, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? → Make.
- Größte App-Bibliothek, flachste Lernkurve, unkritische Daten? → Zapier.
Häufige Fragen
Welches Tool ist für DSGVO-kritische Prozesse am besten geeignet?
Wer volle Datenhoheit braucht, kommt an n8n im Self-Hosting kaum vorbei: Die Community Edition läuft auf dem eigenen Server, es verlässt kein Datensatz die eigene Infrastruktur. Make ist als EU-Anbieter (Prag) eine solide SaaS-Option mit EU-Datenhaltung. Zapier ist als US-SaaS für streng DSGVO-regulierte Daten am problematischsten – hier braucht es einen sauberen AVV und eine ehrliche Transferfolgenabschätzung.
Kann ich n8n wirklich kostenlos selbst hosten?
Ja. Die n8n Community Edition ist quelloffen (Fair-Code / Sustainable Use License) und lässt sich per Docker in wenigen Minuten aufsetzen. Kosten entstehen nur für den Server. Für Teams mit Compliance-Anforderungen (SSO, erweiterte Rechte) gibt es kostenpflichtige Enterprise-Features – die Basis-Automatisierung bleibt aber gratis.
Wann lohnt sich Zapier oder Make statt Self-Hosting?
Wenn kein DevOps-Know-how im Haus ist und die verarbeiteten Daten unkritisch sind, spart eine SaaS-Lösung Betriebsaufwand. Zapier punktet mit der größten App-Bibliothek und der flachsten Lernkurve, Make mit dem visuellen Szenario-Builder und einem günstigen operationsbasierten Preismodell. Self-Hosting lohnt sich, sobald Datenhoheit, hohe Ausführungsvolumen oder individuelle Erweiterungen wichtiger werden als Bequemlichkeit.
Sind die Preise vergleichbar?
Nur bedingt – die Modelle unterscheiden sich grundlegend: Zapier rechnet in „Tasks", Make in „Operationen", n8n Cloud in „Ausführungen" (workflow-basiert, nicht pro Schritt). Gerade bei komplexen Workflows mit vielen Schritten ist n8n dadurch oft deutlich günstiger, weil ein kompletter Durchlauf als eine Ausführung zählt, während Zapier jeden Schritt einzeln als Task berechnet.
Unsicher, welches Setup zu Ihnen passt?
Ich helfe bei der Auswahl und beim Aufbau DSGVO-konformer Automatisierung – inklusive n8n-Self-Hosting. Sprechen Sie mich an.