Diese Case Study basiert auf einem typischen Shopware-Migrationsprojekt. Details wurden anonymisiert, um Vertraulichkeit zu wahren.
Die Ausgangslage
Ein mittelständischer Online-Händler mit etabliertem Shopware 5 Shop stand vor einer kritischen Entscheidung: Shopware 5 erreichte End-of-Life, der Support lief aus, und wichtige Security-Updates würden bald nicht mehr verfügbar sein.
Die Herausforderungen
- Shopware 5 EOL - Kein Support mehr ab 2024
- 10.000+ Produkte - Komplexer Produktkatalog mit Varianten
- Custom Plugins - 15 proprietäre Erweiterungen, die nicht 1:1 migrierbar waren
- Laufendes Geschäft - Keine Downtime möglich, Weihnachtsgeschäft bevorstand
- SEO-Rankings - Alle URLs und Rankings mussten erhalten bleiben
Die Frage war nicht ob, sondern wie migriert werden sollte - und das mit minimalem Risiko für das laufende Geschäft.
Die Migrations-Strategie
Statt eines riskanten Big-Bang-Ansatzes wählten wir eine schrittweise Migration mit Parallel-Betrieb:
Analyse & Planung (2 Wochen)
Bestandsaufnahme aller Plugins, Themes und Customizations. Erstellung einer detaillierten Migrationsmatrix: Was kann migriert werden, was muss neu entwickelt werden?
Shopware 6 Setup (2 Wochen)
Installation und Konfiguration von Shopware 6 auf separater Infrastruktur. Theme-Entwicklung basierend auf bestehendem Design. Grundlegende Plugin-Evaluierung.
Plugin-Entwicklung (4-6 Wochen)
Neuentwicklung der kritischen Custom-Plugins für Shopware 6. Einige Funktionen konnten durch native SW6-Features ersetzt werden.
Datenmigration (2 Wochen)
Entwicklung automatisierter Migrationsskripte für Produkte, Kunden, Bestellungen. Mehrfache Test-Migrationen zur Validierung.
Parallel-Betrieb & Testing (3 Wochen)
Beide Shops laufen parallel. Extensive QA-Phase mit echten Testbestellungen. Performance-Optimierung.
Go-Live & Nachbetreuung (1 Woche)
DNS-Umschaltung außerhalb der Peak-Zeiten. Monitoring aller kritischen KPIs. Schnelle Hotfixes bei Problemen.
Technische Umsetzung
Datenmigration: 10.000+ Produkte
Die größte Herausforderung war die Produktmigration mit allen Varianten, Custom Fields und Medien. Der offizielle Shopware Migration Assistant deckte nur ~60% der Daten ab.
Lösung: Custom CLI-Migration-Tool mit Validierung und Rollback-Fähigkeit
SEO-URL-Migration
Über 15.000 indizierte URLs mussten korrekt weitergeleitet werden, um SEO-Rankings zu erhalten.
Lösung: Automatische 301-Redirect-Generierung mit URL-Mapping-Tabelle
Plugin-Kompatibilität
15 Custom-Plugins aus Shopware 5 waren nicht kompatibel. Davon konnten 5 durch native SW6-Features ersetzt werden, 10 mussten neu entwickelt werden.
Ergebnis: Reduzierung der Plugin-Komplexität um 33%
Die Ergebnisse
Langfristige Vorteile
- Modernes Admin-Interface spart 2h/Woche bei Produktpflege
- Bessere Mobile Experience führt zu +15% Mobile-Conversion
- Zukunftssicher: Shopware 6 LTS bis 2027+
- API-First-Architektur ermöglicht Headless-Commerce in Zukunft
Lessons Learned
Was gut funktioniert hat
- Parallel-Betrieb ermöglichte risikoloses Testing
- Automatisierte Datenmigration mit Validierung
- Frühzeitige Stakeholder-Kommunikation
- Go-Live außerhalb der Peak-Saison
Worauf man achten sollte
- Plugin-Analyse früh beginnen (oft unterschätzt)
- Custom Fields sorgfältig dokumentieren
- Zahlungsanbieter-Integration testen (oft Probleme)
- Puffer für unerwartete Customizations einplanen
Tech Stack
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