Shopware 5 ist seit 2024 End-of-Life. Das bedeutet: keine Sicherheitsupdates, keine neuen Features, und bald auch keine kompatiblen Payment-Provider mehr. Wenn Sie noch auf Shopware 5 laufen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Migration.
In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen aus mehreren Shopware-Migrationen und gebe Ihnen einen realistischen Überblick über Aufwand, Kosten und typische Fallstricke.
Warum Sie jetzt migrieren sollten
Die Migration von Shopware 5 zu Shopware 6 ist keine optionale Modernisierung - es ist eine Notwendigkeit. Hier sind die wichtigsten Gründe:
- Sicherheitsrisiko: Ohne Updates werden bekannte Schwachstellen nicht mehr gepatcht
- Payment-Provider: Mollie, Stripe und andere aktualisieren nur noch ihre Shopware 6 Plugins
- Performance: Shopware 6 ist bis zu 40% schneller durch moderne Symfony-Architektur
- Wartbarkeit: Finden Sie noch Entwickler die Shopware 5 warten wollen?
Wenn Sie bereits technische Schulden in Ihrem Shopware 5 System haben, ist die Migration auch eine Chance für eine strategische Modernisierung.
Was wird migriert - und was nicht
Die Shopware Migration Assistant überträgt automatisch:
Automatisch migriert
- Produkte, Kategorien, Hersteller
- Kunden und Bestellhistorie
- Medien und Assets
- SEO-URLs (mit Redirects)
Manuell erforderlich
- Theme/Design (komplett neu)
- Plugins (15-20 pro Shop im Durchschnitt)
- Individuelle Anpassungen
- Payment- und Versand-Mappings
Realistische Zeitplanung
Aus meiner Erfahrung benötigen typische Migrationen:
| Shop-Komplexität | Zeitrahmen | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Einfach | 4-6 Wochen | <5 Plugins, Standard-Theme, <1.000 Produkte |
| Mittel | 8-12 Wochen | 10-15 Plugins, Custom-Theme, ERP-Integration |
| Komplex | 3-6 Monate | 20+ Plugins, B2B-Features, Multi-Channel |
Die 5 häufigsten Fehler bei der Migration
1. "Wir machen das parallel zum Tagesgeschäft"
Eine Migration bindet Ressourcen. Planen Sie dedizierte Zeit ein, sonst zieht sich das Projekt über Monate.
2. Plugin-Abhängigkeiten unterschätzen
Viele Shopware 5 Plugins gibt es nicht für Shopware 6. Prüfen Sie vor der Migration, welche Alternativen existieren.
3. Keine Testumgebung
Migrieren Sie niemals direkt auf Produktion. Richten Sie eine Staging-Umgebung ein und testen Sie gründlich.
4. SEO-Redirects vergessen
Ohne 301-Redirects verlieren Sie Ihr Google-Ranking. Der Migration Assistant kann das, aber es muss aktiviert werden.
5. Go-Live ohne Lasttest
Shopware 6 ist schneller, aber auch anders. Testen Sie mit realistischer Last bevor Sie live gehen.
Checkliste für Ihre Migration
Was kostet eine Shopware Migration?
Die Kosten variieren stark je nach Komplexität. Als grobe Orientierung:
- Einfache Shops: 5.000 - 15.000 EUR
- Mittlere Shops: 15.000 - 40.000 EUR
- Komplexe Shops: 40.000 - 100.000+ EUR
Der größte Kostenfaktor ist meist das Theme und individuelle Plugin-Entwicklung.
Fazit: Jetzt planen, nicht warten
Je länger Sie warten, desto teurer wird es. Agentur-Kapazitäten für Shopware-Migrationen sind begrenzt, und mit jedem Monat steigt das Sicherheitsrisiko.
Mein Rat: Starten Sie jetzt mit einer Bestandsaufnahme. Identifizieren Sie Ihre kritischen Plugins und holen Sie erste Angebote ein. Selbst wenn die eigentliche Migration erst in 6 Monaten startet - die Planung sollte heute beginnen.
Praxisbeispiel
Wie ein Fashion-Shop nach der Migration seine Ladezeit um 85% reduzierte und +612k€ mehr Umsatz erzielte: Case Study: Shopware Performance Rescue. Erfahren Sie mehr über Shopware-Entwicklung und wie ich bei gescheiterten Projekten helfe.
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