"Was kostet ein Architektur-Audit?" - diese Frage höre ich oft. Die ehrliche Antwort: Es hängt davon ab. Aber ich kann Ihnen zeigen, wann sich ein Audit lohnt und wie Sie den ROI berechnen.
Was ist ein Architektur-Audit überhaupt?
Ein Architektur-Audit ist eine systematische Analyse Ihrer Softwarearchitektur. Anders als ein Code-Review, der einzelne Dateien betrachtet, analysiert ein Audit:
- Struktur: Wie sind Komponenten organisiert und verbunden?
- Qualität: Gibt es technische Schulden? Wo sind die Risiken?
- Skalierbarkeit: Trägt die Architektur zukünftiges Wachstum?
- Wartbarkeit: Wie aufwändig sind Änderungen und Erweiterungen?
Wann lohnt sich ein Audit?
Ein Architektur-Audit macht Sinn, wenn Sie vor einer dieser Situationen stehen:
Typische Audit-Anlässe
- Übernahme eines Projekts von einem anderen Team/Agentur
- Performance-Probleme, die nicht lokalisiert werden können
- Geplante Erweiterung oder Modernisierung
- Due Diligence vor einer Investition oder Übernahme
- Wiederkehrende Bugs und instabile Releases
Was kostet ein Audit?
Basierend auf meiner Erfahrung mit verschiedenen Projektgrößen:
| Projektgröße | Audit-Aufwand | Typische Kosten |
|---|---|---|
| Klein (< 50k LOC) | 2-3 Tage | 2.000 - 4.000 EUR |
| Mittel (50-200k LOC) | 3-5 Tage | 4.000 - 8.000 EUR |
| Groß (> 200k LOC) | 5-10 Tage | 8.000 - 15.000 EUR |
LOC = Lines of Code. Die Komplexität (Microservices, Legacy-Code, fehlende Dokumentation) beeinflusst den Aufwand stärker als die reine Codegröße.
ROI: Wann rechnet sich ein Audit?
Die Frage ist nicht "Was kostet ein Audit?", sondern "Was kostet es, keinen zu machen?"
Beispielrechnung
Ein mittelgroßes E-Commerce-Projekt mit 3 Entwicklern:
- Entwicklerkosten: ~600 EUR/Tag pro Entwickler
- Team-Kosten pro Monat: ~36.000 EUR
Wenn technische Schulden die Produktivität um 20% senken (konservative Schätzung bei Legacy-Code):
Produktivitätsverlust
- 20% von 36.000 EUR = 7.200 EUR/Monat
- Pro Jahr: 86.400 EUR
Ein Audit für 6.000 EUR, der die größten Produktivitätskiller identifiziert und eine Roadmap liefert, amortisiert sich bereits nach einem Monat - wenn Sie handeln.
Was bekommen Sie am Ende?
Ein gutes Architektur-Audit liefert mehr als nur eine Problembeschreibung:
- Executive Summary: 2-Seiter für Management mit Kernaussagen
- Technischer Report: Detaillierte Analyse mit Code-Referenzen
- Risiko-Matrix: Priorisierung nach Wahrscheinlichkeit und Impact
- Roadmap: Konkrete Empfehlungen mit geschätztem Aufwand
- Quick Wins: Sofort umsetzbare Verbesserungen
Warnsignale: Wann Sie sofort handeln sollten
Bestimmte Symptome deuten auf akuten Handlungsbedarf:
- Releases werden immer riskanter
- Neue Features dauern exponentiell länger
- Entwickler verlassen das Team wegen "der Codebase"
- Niemand traut sich, bestimmte Module anzufassen
- Security-Patches können nicht eingespielt werden
Fazit: Investition statt Kosten
Ein Architektur-Audit ist keine Ausgabe - es ist eine Investition in Klarheit. Sie erhalten eine objektive Bewertung, auf deren Basis Sie fundierte Entscheidungen treffen können.
Die teuersten Entscheidungen sind oft die, die auf Annahmen statt auf Daten basieren. Ein Audit liefert die Daten. Nach dem Audit können Sie mit einer strategischen Modernisierung beginnen, wenn nötig.
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